4 wichtige Trends, die die Lebensmittelversorgungskette 2025 und darüber hinaus umgestalten werden
Die Lebensmittelbranche befindet sich weiterhin in einem Umbruch. An der Spitze dieses Wandels haben sich vier entscheidende Trends herauskristallisiert, die Innovationen vorantreiben und die Branchenstandards neu gestalten.
1. Digitale Transformation beschleunigt sich branchenweit
Die Lebensmittel- und Gastronomiedistributionsbranche entwickelt sich rasant, da die Unternehmen digitale Lösungen einsetzen, um ihre Abläufe zu verbessern und sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Große Distributoren sind führend, während kleine und mittelgroße Unternehmen die Lücke schnell schließen. Diese Umstellung konzentriert sich auf die Modernisierung von Kerngeschäftssystemen, einschließlich ERP-, Bestands- und Auftragsverwaltungssystemen.
Die wahre Chance liegt jedoch in der Integration von Lieferantendaten mit diesen Systemen. Vorausschauende Händler erkennen, dass ein robuster Datenaustausch für Echtzeit-Updates und einen genauen Informationsfluss in der gesamten Lieferkette unerlässlich ist. Diese Integration ermöglicht es den Händlern, effektiver mit Kunden und Lieferanten zu kommunizieren und Prozesse wie die Auftragserteilung, die Bestandsverwaltung und die Verfolgung von Lieferungen zu rationalisieren.
2. Die Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit steigen in der gesamten Lieferkette
Initiativen zur Rückverfolgbarkeit und Transparenz haben aufgrund des gestiegenen Verbraucherbewusstseins und strenger gesetzlicher Anforderungen wie FSMA 204 höchste Priorität. Digitale Technologien stehen an der Spitze dieses Wandels und sorgen für mehr Transparenz in der gesamten Lieferkette. Lebensmittelhändler setzen diese Tools schnell ein, um die Compliance-Standards und die Erwartungen der Verbraucher zu erfüllen.
Gordon Foods zum Beispiel hat die Herausforderungen der Rückverfolgbarkeit und der Einhaltung von Vorschriften durch die Automatisierung des Datenaustauschs über sein Netzwerk von über 500 Lieferanten überwunden. Dieser strategische Schritt verbesserte die FSMA-Vorbereitung und brachte erhebliche betriebliche Vorteile mit sich. Das Unternehmen verbesserte die Bestandsverwaltung, verkürzte die Durchlaufzeiten und erhielt einen besseren Einblick in die Preisgestaltung und die Gewinnspannen.
Mit dem Näherrücken der FSMA-204-Frist im Jahr 2026 müssen die Händler der Implementierung robuster Rückverfolgbarkeitssysteme Priorität einräumen. Bei diesen Bemühungen geht es nicht nur um die Einhaltung der Vorschriften. In einer Zeit, in der Lebensmittelsicherheit und -transparenz an erster Stelle stehen, werden die Abläufe umgestaltet, die Effizienz erhöht und das Vertrauen der Verbraucher gestärkt.
3. Datenanalytik gestaltet Lieferantenbeziehungen neu
Datenanalysen und Prognosemodelle revolutionieren die Art und Weise, wie Lebensmittel- und Gastronomielieferanten ihre Lieferantenbeziehungen verwalten. Händler können fortschrittliche Analysen nutzen, um kritische Fragen wie „Wer sind meine wichtigsten Lieferanten?“ zu beantworten, sowie „Wie sind die Leistungen meiner Lieferanten“ und “Wie sollte ich mit den Lieferanten anders arbeiten?“
Vertriebshändler nutzen diese Daten, um ihre Dienstleistungen zu verbessern und effektiver mit den Lieferanten zusammenzuarbeiten. Vorausschauende Analysen können potenzielle Störungen in der Lieferkette vorhersagen und unterstützen die proaktive Planung von Strategien zur Schadensbegrenzung mit wichtigen Lieferanten.
Durch die Nutzung von Daten können Händler nicht nur bestehende Prozesse effizienter gestalten, sondern auch ihre Lieferantenbeziehungen zum beiderseitigen Vorteil grundlegend umgestalten.
4. Die Erwartungen der Kunden verändern die Servicestandards
Steigende Kundenerwartungen zwingen die Lebensmittelhändler dazu, ihr Serviceangebot zu verbessern. Die Nachfrage nach einer schnelleren und flexibleren Lieferung wird immer größer. Die Kunden erwarten kürzere Lieferzeiten und die Möglichkeit, dringende Bestellungen zu bearbeiten.
Nahtlose digitale Bestellvorgänge, proaktive Kommunikation mit Auftragsverfolgung in Echtzeit und pünktliche Lieferung sind eher Standard als Unterscheidungsmerkmal. Von den Vertriebshändlern wird außerdem erwartet, dass sie flexible Bestellmengen ohne übermäßige Aufschläge anbieten, da sie einen Ausgleich zwischen den Mindestbestellanforderungen und der Notwendigkeit, kleinere, dringende Bestellungen zu erfüllen, schaffen müssen.
Shamrock Foods zum Beispiel hatte mit Verzögerungen und schlechten Füllraten bei Spezialartikeln von kleinen Lieferanten zu kämpfen. Um dieses Problem zu beheben, wurde eine Lösung zur effizienten gemeinsamen Nutzung von Bestell-, Versand- und Rechnungsdaten mit 350 Lieferanten implementiert, von denen viele nur über begrenzte technische Möglichkeiten verfügen. Diese Initiative führte zu normalisierten Lagerbeständen und einer verbesserten Preisgenauigkeit, so dass das Unternehmen den flexiblen, zuverlässigen Service anbieten kann, den die Kunden jetzt fordern.
Sind Sie bereit, Ihr Vertriebsgeschäft für die kommenden Herausforderungen und Chancen umzugestalten? Wenden Sie sich an unser Team, wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie sich in diesem veränderten Umfeld zurechtfinden und Ihr Unternehmen für langfristigen Erfolg positionieren können.

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